Montag, 29. september 2008
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22:19
Martin:
Es ist manchmal nicht einfach...es ist sogar zeitweise ziemlich schwer...fast untragbar, kaum zu schultern, schier erdrückend. Lasten zu tragen...ob selbst auferlegt,
durch Verpflichtungen oder aus Fehlern heraus...schwer wiegen sie alle...quälen, martern, foltern tun sie...und doch gelingt ein jedes mal erneut, die schwere Zeit zu überstehen.
Ich habe nun leider die wirklich unschöne Eigenschaft, unter Belastung in simplen Situationen denen vor den Kopf zu stoßen, die Hilfe anbieten, die da sind, die Freunde sind. Ich sehe mich dem
nicht gewachsen, der Kampf gegen die Last und das führen von zwischenmenschlichen Beziehungen, so sie denn auch nur ein wenig tiefer gehen. Ich versuche stets eine Art Priorisierung, zu erkennen
was wirklich wichtig ist im Leben...wer wirklich wichtig ist, wer mir wichtig ist...doch misslingt dies oftmals tragischerweise.
Doch sehe ich es als großen Glück an nun, da das tiefe Tal überwunden und die schwere Last auf den nächsten Gipfel getragen, da alles abgefallen ist von meinen Schultern, erneut in die Zukunft
blicken zu können, ohne Schatten am Horizont sondern mit aufgehenden Sonnen.
Doch auf welche soll ich meinen Kurs richten, nach welcher soll ich meine Segel setzen?
Eine weitere Schwäche? Kann ich nicht umgehen mit so vielen Sonnen? Brauche ich das eine Ziel, den einen Weg? Bereitet von allen die mir nah sind, doch auf deren Kosten? Ich muss mir überlegen wie
mir dieser Akt der Navigation gelingt, mehrere Ziele zu erreichen mit nur einem Schiff.
Ich muss wieder ans Meer. Ich muss die Weite sehen, den glatten Horizont, das unendliche Blau. Ein weiteres Ziel, doch ein erreichbares. Wir werden sehen wohin mich der Wind von dort
treibt.
von Will Martin
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