Dienstag, 25. november 2008 2 25 /11 /2008 11:47

Will

Lange ist hier nichts passiert in unserem kleinen Blog. Martin ist in einer literarischen Formkrise und ich suche meinen Verstand.

Wie so oft wirbeln die Frauen das Leben auf. Nur diesmal bei mir nicht im negativen Sinne. Bei Martin ist das was anderes. Da scheint es gerade so als ob ihn die Frauen beherrschen und ihn von innen her auflösen. Aber das soll er euch selbst erzählen.

In den letzten Wochen war ich mit mir und meiner Einstellung zum Leben äußerst zufrieden. Ein bisschen Stress im Beruf, Problemchen beim Koordinieren von Terminen und Treffen mit Freunden, aber ansonsten fühlte ich mich super. Ach was heißt super, ich hatte das Leben in meinen Adern und spürte es mal wieder. Kurz: Es war toll.

Dann kam Sie...


Wie soll ich das nur erklären... Ein Mensch der in dich reinschaut obwohl er es nicht mal selbst weiß. Sie hat mich quasi gelesen wie ein Buch, obwohl ich nur recht wenig von mir offenbarte. Zwei Dates schlaflos zelebriert. Die Sekunden zogen sich wie Gummi, der Moment blieb. Es wurde gesprochen und zugehört und trotz allem sagten sich am Ende beide: Es passt derzeit einfach nicht. Skurril, man beendete gegenseitig Sätze, es ging schnell, sehr schnell. Wer aber sagt was zu schnell ist?

Es ist nicht mal so dass ich jetzt unglaublich viel über ein eventuelles "Wir" nachdenke. Es ist eher das innerliche Nacherleben der schönen Momente. Wir beide wollten nur noch ein drittes Date, nicht gleich die Kinderplanung mit Ponyhof. Aber genau das was man möchte wird durch äußere Einflüsse unterbunden. Schade.

Das für mich Amüsante an der ganzen Situation ist nur, dass ich jetzt wieder mentalen Abstand aufbauen muss um das Leben in meinen Adern nicht ausschließlich mit dieser Frau zu verbinden. Unwegsames Leben. Dass das genau in meiner Lieblingsjahreszeit passiert war ja logisch. Der Schnee rieseltdurch die Straßen der Großstadt auf meine braune Strickmütze und ich empfinde nur noch. Kein Gedanke mehr in mir. Völlige Leere. Das herrlichste Gefühl. Kein Kummer, keine Sorgen, bei Bedarf wird Freude aufgerufen. Der Höhepunkt ist dies mit einem vertrauten Menschen zu begehen, aber man kann ja auch nicht alles haben.


Sommersprossen im Schnee.....

von Will Martin
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